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Nicht erst jüngst erweisen „nanotechnologische Produkte“ ihren Dienst: Während bereits die alten Ägypter aus 20 nm grossen Russpartikeln Tinte anfertigten, wurde im Spätmittelalter Rubinglas aus pulverförmigem Goldpurpur hergestellt. In den 1920er-Jahren versetzten Autohersteller Reifen mit amorphem Kohlenstoff und konnten so infolge reduzierten Abriebs deren Lebensdauer signifikant erhöhen. In allen drei Fällen wusste man seinerzeit jedoch nicht, dass das veränderte Materialverhalten speziellen, nanoskaligen Partikeln zu verdanken war.

Seit Mitte der 90er-Jahre ist die bewusste Manipulation und Nutzbarmachung solcher Effekte möglich und sorgt seitdem für eine technische Revolution. Es ist die Rede von schier unbegrenzten Möglichkeiten, welche zahlreiche Probleme der Gegenwart lösen könnten: Individuell angepasste Arzneimittel, selbstreinigende Oberflächen, effizientere Nutzung erneuerbarer Energiequellen und verbesserte Katalysatoren sind lediglich einige Beispiele für ausgelöste - und teils bereits erfüllte - Erwartungen. Aufgrund ihres gewaltigen Potentials, tief greifende Veränderungen in diversen Industriezweigen auszulösen, wird die Nanotechnologie als neue Schlüsseltechnologie betrachtet. .“
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